Archive for Januar, 2007

Franken und Grunewald EisKrem GbR

Sonntag, Januar 21st, 2007

Gossowstr. 6, 10777 Berlin

5 von 5 Punkten

Hier gibt es das beste Eis, das ich in Berlin je gefunden habe. Es wird ohne zugesetzte Aromen und Farbstoffe hergestellt, dadurch erscheint es manchem vielleicht am Anfang etwas wenig intensiv in Geschmack und Farbe.

Dafür gibt es den unverfälschten Geschmack der reinen Zutaten, und die haben’s in sich! Ingwereis zum Beispiel gibt es nicht überall, und es schmeckt hier ausgezeichnet! Schokolade-Chili ist ebenfalls ein besonderer Genuß, Mohn-Marzipan genauso. Auch die Fruchteissorten schmecken mir hervorragend, ach, eigentlich alle!

Dazu gibt es Kuchen, und Kaffee in diversen Zubereitungsarten. Mich selbst lockt aber immer nur das Eis.

Komische Oper

Freitag, Januar 12th, 2007

Behrenstr. 55, Berlin

5 von 5 Punkten

Natürlich gibt es viel berufenere als mich, über die Komische Oper zu schreiben. So ganz unkommentiert mag ich sie aber nicht stehenlassen.

Das überraschendste und schönste Erlebnis hatte ich hier, als im Herbst 2004 vor der Aufführung des Don Gionvanni der Intendant Andreas Homoki auf die Bühne trat und ganz gelassen, mit Charme und Humor erzählte, daß sich nicht nur die erste, sondern am selben Nachmittag auch die zweite Besetzung der Donna Anna krankgemeldet hatte. “Das ist der Moment, in dem der Intendant anfängt zu telefonieren…”

Er fand dann eine Sängerin, die die Partie der Donna Anna zwar singen konnte, aber nicht spielen, weil sie natürlich diese Inszenierung nicht geprobt hatte. Sie einfach mitspielen zu lassen ginge nicht, sagte der Intendant, weil die Inszenierung stark mit der Drehbühne arbeite und dadurch die Verletzungsgefahr zu hoch sei. Also habe man sich entschlossen, eine konzertante Aufführung zu geben.

Das klang zunächst mal etwas enttäuschend und langweilig, aber nun waren wir schon mal da… und dann wurde es ganz anders!

Zunächst mal gab es einen ganz interessanten Verfremdungseffekt, die Oper aufgeführt zu sehen von Damen in festlichen Abendkleidern und Herren im Frack. Dazu aber beschränkten sie sich mitnichten darauf, herumzustehen und zu singen, sondern die Inszenierung wurde sozusagen angespielt, die Handlung angedeutet oder teilweise auch richtig gespielt.

Dabei waren Teile klar als Elemente der eigentlichen Inszenierung zu erkennen, andere als improvisiert. Diese Mischung war ein ganz ungewöhnliches Vergnügen! Auch den Sängern machte dieses Agieren offensichtlich viel mehr Spaß als die normale, so oft gespielte Aufführung.

Großartig war die Ersatzbesetzung für die doppelt erkrankte Donna Anna: Eine Opernsängerin wie aus dem Bilderbuch, etwas füllig, wunderschön, mit intensiver Ausstrahlung und einem sprühenden Charisma. Auch sie spielte, so weit das Spielen eben ging, eifrig und mit offensichtlicher, großer Freude mit. Da sie, so der Intendant, sonst eine andere Textfassung des Don Giovanni sang, brauchte sie hier zum Singen ein Textbuch, das sie die ganze Zeit in der Hand behielt. Das gab dieser Aufführung noch mal eine weitere, leicht bizarre, aber sehr vergnügliche Note.

So etwas ist sicher auch für dieses Haus ungewöhnlich. Aber auch sonst habe ich die Aufführungen in der Komischen Oper sehr genossen, und auch, in den Pausen mit dem Sektglas in der Hand ein wenig durch dieses schöne Haus zu schlendern.

Lavandevil

Donnerstag, Januar 11th, 2007

Schustehrusstr. 3, 10585 Berlin

4 von 5 Punkten

Warum bin ich eigentlich so gerne im Lavandevil? Die Einrichtung ist etwas kühl; die Pizza schmeckt mir bei Lucky besser; das Essen ist insgesamt recht gut, aber, wie es so schön auf Englisch heißt, “nothing to write home about”.

Aber letzten Endes hat dieser Laden, ja, doch, irgendwie, einfach Atmosphäre. Vom manchmal grummeligen (aber meist doch sehr freundlichen!) Wirt hat schon ein anderer geschrieben. Er hat hier ein Lokal mit Persönlichkeit geschaffen, so daß es mir und der Runde, mit der ich mich seit über 15 Jahren hier fast monatlich treffe, noch nie in den Sinn gekommen wäre, uns etwas anderes zu suchen.

Zu diesen Treffen komme ich gern auch mal etwas früher, lese Zeitschriften, plaudere manchmal mit dem Wirt, der früh am Abend noch ein bißchen Zeit hat, und freue mich, daß das Wochenende begonnen hat.

Ja, so richtig an etwas festmachen kann ich es nicht, aber ich komme einfach sehr gern hierher. Immer wieder.

Blauer Engel

Donnerstag, Januar 11th, 2007

Gotenstr. 1, 10829 Berlin

4 von 5 Punkten

Es gibt manche Lokale in Berlin, die den traditionellen Stil Berliner Kneipen pflegen; die Dicke Wirtin und der Diener fallen mir dazu ein. So charmant und unverstellt wie hier im Bistro des Blauen Engels habe ich es aber bisher noch nicht gesehen. Viel dunkles Holz, altes Mobiliar, viele Fotos an den Wänden – wunderschön (siehe Foto).

Dieser Stil setzt sich im zweiten Teil, dem Restaurant, fort, nur etwas edler, mit dunklen Tapeten und schön gedeckten Tischen, sehr stilvoll. In ähnlicher Art gehalten ist die Kegelbahn im Keller (2 Bahnen). Im Sommer ist es sicher auch auf der Terrasse schön, denn die Lage ist ruhig; eventuell könnte die nahegelegene S-Bahn etwas stören.

Das Essen ist preiswert und ausgesprochen gut. Der Blattsalat mit Trauben und gebratener Entenbrust (8,40 €) schmeckte sehr gut, wenn auch das Fleisch etwas fest war; die Kartoffel-Steinpilzsuppe (4,30 €) und das kleine Rumpsteak mit Folienkartoffel, Kräuterquark und Salat (7,50 €) ebenfalls. Das teuerste Gericht ist der Lammrücken mit grünen Bohnen und Backkartoffeln auf der aktuellen Wochenkarte (11,50 €).

Als ich Radeberger auf der Karte sah, freute ich mich schon, denn das ist im Moment mein Lieblingspils; zwei Positionen weiter fand ich aber sogar Altbier vom Faß (Diebels), das mich dann doch vom Radeberger weglockte (beide 2,60 € für 0,4 l).

Der Service ist angenehm und freundlich; wir saßen am größten Tisch im Bistro (das eigentlich eine Kneipe ist) nur leider etwas außerhalb des Sichtfelds des Tresens.

Das Schönste an diesem Lokal: Es spielt zwar Musik, aber recht leise, und da es nicht sehr voll war, war es sehr ruhig. Es wurde schon gesprochen und gelacht, aber in vollkommen unnerviger Lautstärke.

Wer übrigens nicht weiß, worauf der Name des Lokals anspielt, kommt sicher durch die vielen Fotos von Marlene Dietrich darauf, oder spätestens durch Schilder von Straßen und Plätzen, die nach ihr benannt sind.

Mr. Hai Life

Donnerstag, Januar 11th, 2007

Albrechtstraße 131, 12165 Berlin

4 von 5 Punkten

Grundsätzlich fehlen mir noch Restaurants, in denen ich richtig gerne esse und die für mich günstig gelegen sind. Deshalb war ich gleich neugierig, als ein Kollege das Mr. Hai Life am Hermann-Ehlers-Platz (Rathaus Steglitz) für das turnusmäßige Arbeitsgruppenessen vorschlug.

Mit Reservierung hatten wir am Mittag kein Problem, einen Tisch für 10 Personen zu bekommen. Das Lokal war ansonsten durchaus besucht, aber nicht voll.

Die Einrichtung ist sehr modern urban schick, typisch Anfang 21. Jahrhundert, nicht das, was man “urgemütlich” nennen würde, aber durchaus mit Geschmack. Der Eingangsbereich wird von der Sushi-Bar dominiert; weiter hinten gibt es Tische für vielleicht 50 Personen. Die Küche, durch eine Glaswand abgetrennt, schließt den Raum nach hinten ab.

Etwas verspielt fand ich die Leuchtbänder an den Wänden, die die ganze Zeit sanft die Farben wechseln. Die Musik war mir einen Hauch zu laut, zwar noch nicht störend, aber lieber hätte ich sie leiser gehabt.

Sushi gibt es natürlich; die Speisekarte führt sowohl die Klassiker auf als auch eigene Kreationen. Dazu gibt es eine gute Auswahl sonstiger asiatischer Speisen. So recht einordnen kann ich die Gerichte nicht – die Küche scheint mir nicht typisch für eine Region zu sein, sondern eher “allgemein asiatisch”. Aber das können andere vielleicht besser beurteilen.

Zunächst nahmen wir einen Cocktail – alkoholfrei und sehr zu empfehlen der “Asian Cooler” mit Ginger Ale, Rohrzucker, Limetten, Minze und Eis (5 €).

Da ich dieses Lokal gründlicher kennenlernen möchte, fing ich mit dem Essen ganz unten an und nahm ein Mittagsmenü aus einer Suppe, einer Vorspeise, einem Fleischgericht und Reis (8 €); zum gleichen Preis gab es auch ein vegetarisches Menü. Die Kollegen wählten verschiedenes von der Karte, darunter Sushi, Ente, und ein Gericht mit einem optisch sehr eindrucksvoll gestalteten gebratenen Fisch. Die Preise der Hauptgerichte gehen bis 13,50 €; die Preise für Sushi seien im mittleren Bereich, hieß es.

Zu meiner Freude schmeckte mir das Menü ganz ausgezeichnet. Es war sehr aromatisch, das Gemüse auf den Punkt gegart, das Rindfleisch zart und mit viel Geschmack; die Menge war gut ausreichend zum Sattwerden. Auch die Kollegen waren mit ihrem Essen sehr zufrieden, denn das Essen sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch dementsprechend.

Hier komme ich wieder her, auch wenn die Einrichtung meinen eher konservativen Geschmack nicht ganz so anspricht. Eine schöne Entdeckung!

La Casserole

Donnerstag, Januar 11th, 2007

Schützenstraße 54, 12165 Berlin

3 von 5 Punkten

Die Zitty war es, glaube ich, die so schön schrieb: “Dieses Lokal ist ein Geheimtipp und wird auch einer bleiben, denn es liegt in Steglitz.”

La Casserole bietet eine Küche einmal um das westliche Mittelmeer – vor allem französische und arabische, aber auch italienische Gerichte werden angeboten.

Besonders mag ich den Vorspeisenteller (für zwei Personen als Vorspeise schon fast zu reichlich) und rosa Entenbrust mit Kartoffelgratin und Gemüse. Als Wein paßt perfekt dazu ein Homenaje Rosé, als Nachspeise eine Creme Brulée, wenn man sie dann noch schafft.

Das ganze kostet weniger, als man denken könnte. Dazu verbringt man die Zeit in gemütlicher Atmosphâre, mit schön gedeckten Tischen und dezenter Beleuchtung. Hierhin kann man auch die Schwiegereltern mal ausführen.

Nachtrag, Februar 2009: Hm. Diesmal war es nicht ganz so toll. Das Brot zum Essen war trocken, der Service ließ sich am späteren Abend kaum noch sehen, das Essen war gut, aber auch nicht viel mehr. Wenn man bedenkt, daß man hier kaum weniger bezahlt als im hervorragenden Nil, ist das keine vier Punkte mehr wert, sondern nur noch drei.

Vinh-Loi Asien-Supermarkt

Montag, Januar 8th, 2007

Rheinstr. 45, 12161 Berlin

4 von 5 Punkten

Dieser Laden ist auch so eine Zeitsenke… Naja, einmal, glaube ich, habe ich es auch schon geschafft, ganz schnell wieder draußen zu sein: Ich wußte genau, was ich wollte, bin schnell rein, griff das benötigte, ab zur Kasse, zahlen, und wieder raus.

Aber so macht das ja keinen Spaß, eigentlich. Dieser Laden ist so vielfältig, daß es viel schöner ist, Stunden mit Stöbern zuzubringen.

Hauptsächlich gibt es hier asiatische Lebensmittel, natürlich. Vermutlich so ungefähr alles, der Laden ist schließlich auch so groß wie halb Asien. Außer den abgepackten Sachen gibt es auch Obst und Gemüse frisch (erst später habe ich gelernt, daß man Puk Choi auch bei den deutschen Händlern als Mangold bekommt), und Tiefgefrorenes, zum Beispiel Fisch und eine bemerkenswert große Auswahl Dim Sums. Manches Restaurant kauft hier auch ein; vermutlich sind dafür die großen Säcke Reis und nicht für unsereiner.

Außer den Lebensmitteln (von denen ich noch lange schwärmen könnte) gibt es auch die notwendige Hardware, also zum Beispiel Woks, Eßstäbchen (besonders schöne, aber auch die praktischen, weil spitzen und etwas rauhen, schlichten Einwegstäbchen, die aber zum Wegwerfen viel zu schade sind), die tollen rechteckigen chinesischen Kochmesser, elektrische Reiskocher (leider nicht ganz umsonst), und vieles mehr.

Einkaufen kann man hier prima. Aber auch einfach nur stöbern, das macht unglaublich Spaß.

Ken Dankwarth Sanitär & Heizung

Mittwoch, Januar 3rd, 2007

Ulmenweg 50, 22926 Ammersbek

4 von 5 Punkten

He, das ist ja mein Bruder! Der ist hier also auch zu finden.

Was ich (weniges) von seiner Arbeit bisher gesehen habe, war ausgesprochen gut und sehr gründlich. Er ist ein extrem ehrlicher Mensch und an langfristiger Kundenbindung interessiert.

Ich gebe ****, weil ich ihm gerne ***** geben würde, es aber nicht wirklich beurteilen kann.