Archive for April, 2007

Restaurant Alte Pumpe

Sonntag, April 29th, 2007

Lützowstraße 42, 10785 Berlin

4 von 5 Punkten

Die Alte Pumpe war bis in die siebziger Jahre das Pumpwerk VII der Berliner Entwässerungswerke. Von hier wurde Berliner Abwasser auf die Rieselfelder gepumpt. Inzwischen wird das Haus zum Teil als Jugendzentrum und Veranstaltungsort, zum Teil als Restaurant genutzt.

Das Restaurant wird optisch dominiert von der einen Pumpe, die man hier noch stehengelassen und restauriert hat. Der Raum bekommt dadurch ein ganz besonderes Flair.

Neben dem normalen Betrieb ist das Restaurant auf Veranstaltungen wie Firmenpartys und Familienfeiern spezialisiert; die beste Ehefrau von allen und ich haben hier unsere Hochzeit gefeiert.

Der Raum ist sehr schön und die Küche ist ausgesprochen gut. Besonders hervorheben möchte ich allerdings die hervorragende Professionalität, mit der unsere Feier ausgerichtet wurde. Schon bei den Vorverhandlungen merkten wir, daß die Mannschaft der Altem Pumpe ihr Geschäft sehr gut versteht und mit Feiern dieser Art viel Erfahrung hat. Das macht das ganze sehr entspannt und nimmt einem Arbeit ab – vor einer Hochzeit ganz besonders wichtig.

Sehr hilfreich ist die Website, die von Getränkepreisen über Buffet- und Menüvorschläge bis hin zu den Grundrissen der Räume und vielen Bildern einem detailliertes Material zur Vorbereitung bietet.

Anders als bei manchen anderen Veranstaltungslokalen war ab einem bestimmten Umsatz an Speisen und Getränken, den wir mit 80 Personen mühelos überschritten, alles andere im Preis enthalten – Personal, Tischdecken und Endreinigung hätten woanders teilweise extra bezahlt werden müssen. Das macht manches scheinbar billigere Angebot oft überraschend weniger günstig.

Der kompetente Eindruck wurde durch die eigentliche Feier bestätigt. Das Buffet wurde ständig neu ergänzt, der Service war präsent, unaufdringlich und sehr freundlich und verlor bis zum Schluß nicht den Humor. So wurde unsere Feier ein großer Erfolg.

Café Achteck

Mittwoch, April 18th, 2007

Siemensstraße, 10551 Berlin

Früher noch öfter
schätzte man ihren Anblick
den Duft nicht so sehr.

Tai Ji

Montag, April 16th, 2007

Uhlandstraße 194, 10623 Berlin

4 von 5 Punkten

Hier wollte ich schon lange mal her, seit über 10 Jahren, glaube ich, denn das Tai Ji verspricht authentische chinesische Küche aus Peking und Sichuan. So weit ich das beurteilen kann, hält es das auch.

Die “scharfen Zungen des Ehepaars”, Rinderzunge mit scharfen Soßen und etwas Salat als kalte Vorspeise, waren ausgesprochen köstlich, scharf, aber mir nicht zu scharf. Das entsprach meiner Erwartung bei der Kennzeichnung mit zwei Chilischoten.

Ähnliches hörte ich über das “Brennende Huhn”, auch eine kalte Vorspeise mit scharfer Soße, hier mit Knoblauch.

Der “Mit Salz gebratene Schweinebauch”, den ich als Hauptgericht hatte, war wunderbar. Leicht scharf (eine Schote), sehr pikant aromatisch, köstlich.

Nicht alle Gerichte wurden so positiv bewertet; die “Tragbalken-Nudeln” fand mein Nachbar etwas langweilig, und “Acht Unsterbliche überqueren das Meer (jeder zeigt sich anders)”, verschiedene frittierte Gemüse, wurden als wenig interessant und recht fettig bezeichnet. Ein mit besonderer Warnung als “erleuchtend scharf” (vier Schoten) bezeichnetes Gericht war es nicht.

Gelobt wurden allerdings auch die doppelt gebratene Ente, die “Auberginen mit Fischduft”, und die verschiedenen Desserts.

Mein Dessert, der “Weinreis mit Klebreisbällchen” war allerdings, sagen wir, etwas ungewöhnlich; nudelartige Bällchen in sämiger, vergorener, etwas süßer Flüssigkeit. Den muß ich nicht wieder nehmen, beim nächsten Mal vielleicht dann doch das frittierte Eis oder die karamelisierten Äpfel.

Das Gras-Gelee-Getränk fanden wir alle auch eher ungewöhnlich, eine Art kalter, leicht süßer Tee mit rauchiger Note (Keemun?) und einer Einlage aus Geleestückchen. Davon hat niemand ein zweites Glas bestellt. Dafür war der Guavensaft gut.

Es gibt noch vieles auf der Karte, auf das ich neugierig bin, zum Beispiel das “Schweinefleisch mit Fischduft” (der Fischduft ist eine Gewürzkombination, die auch für Fisch benutzt wird), die geräucherte Tee-Ente mit Knochen, oder die Wan-Tans in rotem Chiliöl.

Sehr gefallen hat mir auch die Einrichtung, sehr aufgelockert und hell wirkt das Lokal. Der Service war aufmerksam (nun gut, es war auch fast leer außer uns) und sehr freundlich. Wenn man die große Zahl verschiedener Gerichte bedenkt, die wir bestellten, ging es insgesamt recht zügig.

Das Preisniveau: Vorspeisen von 3 bis 6,60 Euro, Hauptgerichte 8,60 bis 26 Euro, die meisten davon zwischen 10 und 20 Euro. Das Preis-/Leistungsverhältnis empfand ich als gut.

Mir hat es sehr gefallen, und ich möchte unbedingt mal wieder hin.

Hafengesellschaft Dagebüll mbH

Montag, April 9th, 2007

Haffdeich 2, Dagebüll

Grau Steigt Das Wasser
Möwenschreie Hoch Oben
Die Luft Naß Von Salz.

Insel Amrum

Montag, April 9th, 2007

Dünen am Wasser
heißer Sand an den Füßen
doch drunter ganz kühl.