Archive for Oktober, 2007

Schleusenkrug

Dienstag, Oktober 30th, 2007

Müller-Breslau-Straße 1, 10623 Berlin

4 von 5 Punkten

Quasi jahrzehntelang, als ich in der Nähe studierte, bin ich hier nur vorbeigelaufen, manchmal. Dann, jahrelang, kam ich gar nicht mehr in die Nähe. Das hat sich vor einiger Zeit geändert, und seitdem war ich nicht oft, aber doch immer mal wieder und ausgesprochen gerne hier.

Einfaches, ordentliches Essen und ordentliches Bier bekommt man hier, auch durchaus (den Umständen entsprechend) passable Weine. Die Getränke gibt es per Selbstbedienung am Tresen. Das funktioniert ziemlich zügig und ist der Biergartenatmosphäre angemessen.

Das Mobiliar ist, natürlich, biergartenartig. Deshalb sitzt man nur begrenzt bequem, aber das ist eben so. Immerhin ist man auf nicht wenigen Plätzen auch vor einem mittleren Regen geschützt.

Die Lage ist recht gut. Von Straßenlärm ist man abgeschirmt, nicht dagen von dem der vorbeifahrenden Züge. Eigentlich müßte man Tiergeräusche aus dem nahen Zoo hören können, aber daran erinnere ich mich nicht. Wahrscheinlich war ich immer zu sehr ins Gespräch vertieft.

Steglitzer Wasserturm

Dienstag, Oktober 30th, 2007

Friedhof Bergstraße, 12169 Berlin

5 von 5 Punkten

Dieser Wasserturm auf dem Friedhof Bergstraße hat eine etwas bizarre Geschichte.

Der erste Wasserturm in Steglitz war der auf dem Fichtenberg, in dem heute die Meteorologie der FU sitzt. Der gehörte aber nicht Steglitz, sondern Wilmersdorf, und Steglitz hat von Wilmersdorf das Wasser gekauft. Das gefiel den Steglitzern nicht, und sie beschlossen, sich davon unabhängig zu machen. Dazu wurde der dieser Wasserturm auf den Rauhen Bergen gebaut, beginnend 1913.

Für das Wasser schloß Steglitz einen Vertrag mit Lichtenberg, nur wurde die Wasserleitung von Lichtenberg nach Steglitz nicht fertig bis 1919, als der Turm fertig gebaut war. 1920 kam Steglitz zu Groß-Berlin und hatte keinen Grund mehr für eine unabhängige Wasserversorgung. Nun hatte man aber diesen fertigen Wasserturm da stehen, und was nun? Eine Nutzung als Urnenhalle für den inzwischen bis dahin ausgeweiteten Friedhof wurde geplant, aber nicht oder nur kurz verwirklicht. Später (eventuell erst während der Nazizeit, das weiß ich nicht mehr) sollte der untere Bereich des Turms als Kriegsheldenruhmeshalle genutzt werden, das fand aber auch nicht so recht statt.

Die für eine dieser beiden Nutzungen vorgesehenen Nebengebäude sieht man auf einem Stadtplan von 1943 angedeutet. Sie wurden nach dem zweiten Weltkrieg wieder abgerissen.

Inzwischen war die Wohnsiedlung Walsroder/Worpsweder/Wilseder Straße entstanden, die Wilseder Straße dabei so angelegt, daß sie direkt auf diesen Turm zugeht; entsprechend dazu ist das Ensemble am Eingang der Straße vom Steglitzer Damm aus zu einem Platz erweitert.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Plattform des Turms als Flak-Beobachtungsposten genutzt. Die Alliierten bekamen das mit und versuchten, den Turm zu zerstören. Sie zerstörten aber nicht den Turm, sondern “nur” eine Reihe der umliegenden Wohnhäuser; deshalb stehen zum Beispiel im nördlichen Teil der Wilseder Straße nicht mehr die ursprünglichen Häuser von ca. 1930, sondern Neubauten aus den fünfziger oder sechziger Jahren. Das kann man auf dem “Schlafzimmerbild” sehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es tatsächlich eine kurze Zeit, in der der Turm wirklich als Wasserturm genutzt wurde. Dann wurde die Wasserversorgung aber so umgestellt, daß der Wasserdruck durch Pumpen hergestellt wurde, und der Turm hatte wieder keine Aufgabe mehr. Er begann zu verfallen und mußte schließlich durch Zäune abgesperrt werden, um keine Gefahr darzustellen.

In den neunziger Jahren fand sich der Verlag A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH, in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Steglitz den Turm für eine eigene Nutzung zu sanieren und restaurieren. Das Ergebnis ist außerordentlich gelungen, wie man sehen kann, auch innen.

Das Innere des Turms konnte ich besichtigen, als er zum Tag des offenen Denkmals vor zwei Jahren zu besichtigen war. Leider waren aber nur die unteren Stockwerke zugänglich, nicht der Bereich mit dem Wasserbehälter oder die Plattform. Dahin hätten sie keinen Zugang, sagte jemand vom Verlag, sondern nur das Bezirksamt. Das würde ich auch gerne mal sehen.

DeutschlandRadio

Montag, Oktober 29th, 2007

Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin

4 von 5 Punkten

Vermutlich hatte ich einfach zu lange Radios ohne Stationstasten. Auf jeden Fall habe ich die Fertigkeit, beim Radiohören den Sender zu wechseln, nie richtig erworben.

Außerdem habe ich eine sehr geringe Toleranz gegenüber Radiowerbung. Als ich die erste hörte, bei einem Besuch etwa 1986, vermutlich auf Radio Schleswig-Holstein, konnte ich mir nicht vorstellen, daß jemand so einen Unsinn ernst meint. Daran gewöhnt habe ich mich immer noch nicht, und ich will es auch nicht.

Diese beiden Gründe führen dazu, daß ich sehr wählerisch bin bei der Auswahl “meines” Radioprogramms. Ursprünglich, als ich nach Berlin kam, war es SFB II, deutlich später Radio Brandenburg mit, unter anderen, dem wunderbaren Lutz Bertram. Ich genoß, wie entspannt, mit sichtbarer Freude, aber doch vollkommen seriös ein komplettes Radioprogram gemacht werden konnte. Das war für mich geradezu ein Idealbild von Hörfunk.

Dann wurde vor 10 Jahre Radio Brandenburg zugunsten von Radio Eins (siehe meinen Beitrag dort) dahingemeuchelt, eine Tat, die ich Helmut Lehnert und, unfairerweise, Radio Eins nie verziehen habe. Also mußte ich mich neu orientieren.

Nach einigem Suchen bin ich beim Deutschlandradio geblieben, genaugenommen Detuschlandradio Kultur, damals Deutschlandradio Berlin. Hier finde ich vieles wieder, das ich bei Radio Brandenburg so geschätzt habe:

Ein gemischtes Programm mit viel Information und Musik; ein Musikprogramm, das nicht nur – manchmal – die größten Hits der siebziger, achtziger und neunziger Jahre spielt, sondern auch die des siebzehnten, achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts; ein sehr aktuelles Informationsprogramm, das mich vor allem morgens kompakt und umfassend informiert, aber auch viel Hintergrundinformation bietet und dabei auch vor einer Stunde Wortbeitrag nicht zurückschreckt; sympathische Moderatoren, die ihren Hörern eine ebensolche Intelligenz, Medienkompetenz und Bildung unterstellen, wie sie selbst haben; Präsentation neuer Musik auch abseits des Mainstream; und vieles, vieles mehr, was in meinen Augen ein gut gemachtes und seriös unterhaltsames Radioprogramm ausmacht.

Was mich an manchen anderen Sendern so nervt, findet sich hier nicht: blödsinnige Gewinnspiele mit Hörerbeteiligung, Werbung, ewige Wiederholung der gleichen Dudelpopmusik, Moderatoren, die ihre Hörer für beschränkt halten und sich für die Quote zum Affen machen, usw. usf.

Deutschlandradio Kultur ist schon ausgesprochen gut. Es ist nicht ganz der Pep, der Esprit da wie früher bei Radio Brandenburg, nicht diese spontane Freude, die bei aller Seriosität manchmal auch ein wenig subversives und Freude am intelligenten Schwachsinn durchscheinen ließ. Dafür ist Deutchlandradio zu etabliert, zu behördlich. Aber es ist immer sehr hörbar, informativ, unterhaltsam, interessant, sympathisch, und vor allem nervt es nur ganz selten.

Café Burda’s

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

Presselstraße 15, 12167 Berlin

2 von 5 Punkten

So wahnsinnig üppig ist es bei uns in der Ecke nicht mit Lokalen, in denen man mal schön frühstücken kann mit Freunden, wenn man sich den Aufwand zu Hause gerade nicht machen möchte. Da stürzen wir uns natürlich auf alles, was neu dazukommt. Nun also das Burda’s [sic]. (Schade mit dem Deppenapostroph. Aber so steht’s dran.)

Der Raum ist schön. Die Lage auf der Südostecke ist, gerade bei Sonnenschein, zum Frühstücken ideal – es ist wunderbar hell. Draußen auf der Terrasse ist es wegen der vielbefahrenen Albrechtstraße etwas laut, aber drinnen stört das nicht. Die Einrichtung ist modern dezent, unaufregend, aber nicht ohne Geschmack. Allerdings auch nichts besonderes.

Auf der Karte finden sich die üblichen Frühstücksgerichte und die dazugehörigen Warmgetränke. Aber so richtig mehr auch nicht, eine persönliche Note ist hier nicht zu erkennen.

Wein gibt es auch, einen Chardonnay, einen Grauburgunder, … welche das sind und woher sie kommen, verrät die Karte nicht.

Obwohl das meinen Optimismus nicht gerade antrieb, bestellte ich doch ein Glas Chardonnay (Riesling gab es nicht), weil ich es manchmal sehr liebe, vor dem Frühstück etwas Weißwein zu trinken. Der Geschmack ist dann noch völlig unbeeinträchtigt und läßt sich von einem schönen Wein immens beeindrucken. Das funktionierte zu meiner Freude auch hier, der Chardonnay war, obwohl anonym, doch ausgesprochen ordentlich und hat mich wirklich erfreut.

Vom Essen ist leider weniger gutes zu berichten. Meine Rösti mit Räucherlachs und Schmand waren wie mit zuwenig Fett gebraten, punktuell schwarz, aber insgesamt fast gar nicht gebräunt und kaum durchgebraten. Der Lachs war in Ordnung. Das andere Essen war ebenfalls bestenfalls ordentlich, eher langweilig, weckte keine Begeisterung.

Obwohl das Lokal alles andere als voll war – außer unserem waren am Anfang nur zwei weitere Tische besetzt, später kamen noch mehrere Gäste auf der Terrasse dazu –, schien der Service überfordert. Das meiste dauerte recht lange, hier fehlte ein Löffel, da ein Brötchen, statt der zwei Sorten Marmelade kam nur eine – lauter solche Kleinigkeiten. Die Kellnerin für eine Nachbestellung an den Tisch zu bekommen war auch nicht immer einfach.

Wirklich schlecht war es nicht, aber es lockt uns auch nicht wieder dort hin. Außer dem schönen Raum in guter Lage (na gut, und dem Chardonnay) war auch nichts wirklich gut, nichts irgendwie besonders. Es drängt sich mir das Gefühl auf, das hätte ich alles schon mal woanders gesehen.

Es ist, als hätte jemand ein Café von der Stange aufgebaut, mit Standardeinrichtung und Standardangebot, ohne persönliche Note, und ohne vor allem Erfahrung in der Gastronomie. Die Schwächen von Küche und Service legen diese Vermutung nahe. Sehr schade! Aus diesem Lokal in dieser Lage hätte man mehr machen können.

Kim-Thanh II

Dienstag, Oktober 16th, 2007

Helmholtzstraße 18, 10587 Berlin

2 von 5 Punkten

So oft bin ich hier schon vorbeigekommen, und fast so oft habe ich gedacht, das will ich mal ausprobieren. Übermäßig verlockend sieht es nicht aus, aber das muß ja nichts heißen.

Heute probiere ich es mal. Das Lokal ist klein, etwa 20 Plätze. Die Tische sind mit kunststoffkaschierten Tischdecken belegt, die ihre besten Tage hinter sich haben.

Das Angebot ist das übliche, das man bei den meisten chinesischen Imbissen und Restaurants bekommt. Hauptgerichte kosten zwischen vier und acht Euro.

Ich versuche mal, nicht das allerüblichste zu nehmen und wähle aus der Spezialitäten-Ecke der Speisekarte die Nummer 79, Schweinefleisch zweimal gebraten mit Gemüse und Knoblauch (scharf) für € 6,60, dazu eine Wan-Tan-Suppe (€ 1,70) und ein Tsing-Tao-Bier (€ 1,70).

Die Wan-Tan-Suppe ist recht gut. Irgendetwas ist drübergestreut, was ich zu Anfang für grob gemahlenen Pfeffer halte, was aber doch anders ist, eine irgendwie aromatische Zutat.

Das beste, was ich vom Schweinefleischgericht sagen kann, ist, daß das Fleisch schön knusprig gebraten ist. Die pseudochinesische Standardsoße schmeckt nach wenig (vielleicht noch nach Glutamat), das Gemüse ist in so dünnen Streifen kaum zu identifizieren. Auch scharf ist das Gericht nicht. Nun bin ich in letzer Zeit scharfes Essen gewohnt, nehme Schärfe also weniger wahr, aber hier scheint gar keine dran zu sein. Das immerhin läßt sich mit ein paar Löffelchen Sambal Oelek richten.

Das Bier schmeckt mir ausgesprochen gut, wie immer. Tsing-Tao-Bier ist schließlich deutsche Brautradition, wen wundert’s also.

Zum Service: Getränk und Essen werden relativ zügig gebracht. Der leere Suppenteller wird nicht abgeräumt, als das Hauptgericht kommt, aber na gut, der Tisch ist groß genug. Nur als ich zahlen will, wundere ich mich etwas über den Mangel an Aufmerksamkeit, denn so viel los ist wirklich nicht.

Die Ermittlung des Zahlbetrags stellt dann den Koch und Kellner anscheinend vor ungewohnte Probleme – ich habe ihn deutlich schneller. Als er dann die Rechnung gebracht hat, wendet er sich, ohne das Geld mitzunehmen, das ich schon auf den Tisch gelegt habe, gleich dem nächsten Tisch zu, an dem zwei neue Gäste, zugegeben, schon etwas ungeduldig warten. Eigenartig.

Gut, nun habe ich es ausprobiert. Ich werde nicht wieder herkommen. Die Bauernstube, hundertfünfzig Meter weiter westlich, bietet für ein klein wenig mehr Geld erheblich besseres Essen und erheblich besseren Service. Nur rauchen darf man dort nicht. Das mag für manche Gäste hier ein Argument sein.

Hansen-Optik

Dienstag, Oktober 16th, 2007

Wilmersdorfer Str. 79, 10629 Berlin

5 von 5 Punkten

Seit knapp 40 Jahren bin ich Optiker-Kunde. Eigentlich solllte man meinen, daß man es in dieser Zeit längst geschafft haben sollte, einen wirklich guten Optiker zu finden. Tatsächlich braucht aber jemand wie ich, der einfach “nur” stark kurzsichtig ist und schon eine Weile über die Wachstumsphase hinaus, nur alle paar Jahre eine Brille, so daß die Erfahrungen letzten Endes doch wenige sind.

Nachdem ich eine Weile bis auf die langen Wartezeiten mit einem Billiganbieter passabel zufrieden gewesen war, sah ich mich dieses Jahr doch genötigt, zu wechseln. Auf die Empfehlung eines Bekannten kam ich in ein Optikergeschäft, in dem ich zwar nicht warten mußte, aber doch die übliche Quälerei mit dem Gestell-Aussuchen hatte: Die angebotenen Modelle waren nur mäßig attraktiv, meine Wünsche wurden nicht verstanden, die meisten Gestelle waren für meinen dicken Kopf zu schmal…

Nach dieser Enttäuschung geriet ich ganz zufällig in den Laden von Hansen Optik. Hier war auf einmal alles ganz anders! Der Optiker, ein Herr Steiner, verstand sofort, was ich suchte, und zeigte mir lauter Gestelle, die ich sofort hätte nehmen wollen, wenn ich nicht das jeweils nächste noch besser gefunden hätte. Er konnte mir zu meiner Freude sogar ein Gestell anbieten, das ich vor etlichen Jahren mal gesehen hatte und bisher nirgends gefunden, ein extrem schlichtes, bei dem sich nur ein einziger Titandraht um die Gläser windet. Das wollte ich dann nehmen.

Genommen habe ich dann doch ein anderes: “Hier, probieren Sie mal; ich weiß, Sie suchen etwas anderes, aber nur mal als Versuch…” Das (Tjalfe von Fleye) war wirklich ganz anders, gar nicht dünn und schlicht und elegant, sondern breit, auffallend, markant, aber gerade nicht zu extravagant.

Die beste Ehefrau von allen war sofort begeistert, ich eher noch skeptisch. Als ich mir zu Hause die Fotos noch einmal ansah (Tip für stark Kurzsichtige: Digitalkamera mitnehmen und sich mit den Gestellen fotografieren lassen, vor Ort ansehen *und* zu Hause noch einmal) und alle anderen auch vom markanteren Modell begeistert waren, war ich aber irgendwann überzeugt.

Weitere Beratung und Service bezüglich der Gläser war einwandfrei. Ich entschloß mich, höherbrechende und dadurch dünnere Gläser zu nehmen; da diese Gläser eine stärkere Farbzerlegung aufweisen, gegen die ich etwas empfindlich bin, galt es, den richtigen Kompromiß zu finden.

Am besten war aber das Ergebnis: Einige Tage später hatte ich eine neue Brillle, die zwar meine teuerste bisher überhaupt ist, mit der ich aber so zufrieden bin wie mit noch keiner Brille zuvor.

Haifischbar

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Arndtstr. 25, 10965 Berlin

4 von 5 Punkten

Ein Cocktailbarbesucher bin ich eigentlich gar nicht. Trotzdem verschlug es mich hierher, als ich auf dem Nachhauseweg noch einen Absacker und vielleicht ein wenig plaudern wollte. Das bekam ich hier mehr als erwartet.

Die Cocktailkarte ist noch umfangreicher, als ich das für so eine Bar ohnehin schon erwartet hätte. Deshalb habe ich sie nach ein bißchen Stöbern besser gleich wieder beseite gelegt und bestellt, was mir in den Kopf kam. Auch kein Problem, ich bekam gut gemixte und wohlschmeckende Getränke.

Das Plaudern wurde ein interessantes Gespräch über alkoholische Getränke unter verschiedensten Aspekten. Man merkte insgesamt, daß Barmann und Kelllner Spaß am Umgang mit den Gästen haben.

Deshalb bleibt eigentlich nur ein Nachteil zu vermerken: Ich kam hier doch erst deutlich später wieder raus als eigentlich beabsichtigt. Dafür war es aber auch wirklich sehr nett.

Thai Restaurant Phuket

Freitag, Oktober 12th, 2007

Akazienstr. 3, 10823 Berlin

3 von 5 Punkten

Schade, daß ich hier mit zu wenig Hunger herkam. Die Wan-Tan-Suppe und der Papayasalat gefielen mir recht gut, aber mehr konnte ich leider nicht probieren. Selbst schuld! Auch gut gefiel mir der Fruit Punch, aber leider war das der einzige alkoholfreie Cocktail auf der Karte.

Kritisiert wurde die Beleuchtung – ich fand sie persönlich nicht zu hell, sondern ganz angenehm, nicht so schummrig wie teilweise anderswo.

Der Riesling, den mein Gegenüber hatte, war nicht mehr in Ordnung, wie zu lange zu warm gestanden oder so. Zum Weintrinken sollte man wohl besser woanders hingehen.

Hier mag ich aber trotzdem mal wieder herkommen, wenn ich in der Gegend bin.

Spree-Blick

Donnerstag, Oktober 11th, 2007

Altonaer Straße, An der Hansabrücke, 10557 Berlin

3 von 5 Punkten

Restaurantschiffe mag ich gern, denn die Atmosphäre hat immer etwas besonderes. Im Spree-Blick ist es, wenn man drinnen sitzt, noch mal etwas anders als sonst bei Restaurantschiffen: Es sieht eigentlich nicht sehr nach Schiff aus. Aber selbst bei ruhigem Wasser ist das Schiff nie ganz in Ruhe, es schwankt ganz leicht, fast unter der Bewusstseinsschwelle. Das wirkt ganz eigenartig, aber nicht unangenehm.

Das Essen hier fand ich sehr ordentlich, ein Schnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln und Tomatensalat. Es gibt relativ preisgünstige Flaschenweine; ein australischer Fox Grove, Shiraz Cabernet 2005, für etwa 16 Euro, schmeckte mir recht gut, schwer und kräftig wie erwartet, mit einer nicht erwarteten Note nach Nelken und anderen Gewürzen, die mich etwas an Lebkuchen erinnerte.

Hier mag ich gern mal wieder herkommen.

La Grappa

Donnerstag, Oktober 11th, 2007

Erkstr. 1, 12043 Berlin

4 von 5 Punkten

Dies ist nach meiner Erfahrung das beste italienische Restaurant in Neukölln, oder, anders gesagt, dieses gefällt mir wirklich. Sicher mit dafür verantwortlich ist die Tatsache, daß es wirklich von Italienern betrieben wird.

Das Essen ist erfreulich gut, die offenen Weine durchaus ordentlich, und das bei günstigem Preisniveau für die Qualität. Ausgesprochen gute Flaschenweine gibt es schon für relativ wenig Geld.

Trotz des Namens war ich von der Auswahl an Grappa überrascht – über 70 Sorten nach Aussage des Hauses. So konnte ich probieren, wie der gleiche Grappa in verschiedenen Altersstufen schmeckt: der junge ganz feurig, der alte mild und sanft.

Nachtrag, Oktober 2007: Das La Grappa ist geschlossen, hörte ich. Wie schade!