Archive for Februar, 2008

König Königlich Thailändisches Essen

Freitag, Februar 15th, 2008

Eisenacher Str. 40, 10781 Berlin

4 von 5 Punkten

Mit etwas Hunger abends nach der Volkshochschule landen wir in diesem kleinen, recht neuen Restaurant in der Eisenacher Straße. Neu sieht es auch aus, im ganz positiven Sinn: Alles ist ganz frisch und neu, gepflegt und sauber. Die Einrichtung fällt als stilvoll und gediegen schlicht auf.

Der Chef kümmert sich um die Gäste. Das macht er sehr freundlich und mit einer ganz eigenen heiteren Gelassenheit. Auf den ungewöhnlichen Namen des Lokals angesprochen, erzählt er, daß König der Name seiner deutschen Mutter ist (sein Vater ist Türke), den er inzwischen selbst angenommen hat.

Seine Frau kocht, und sie ist, das legt zumindest ihr Aussehen nahe, aus Thailand. Danach ist auch das Essen.

Die thailändischen Rollen (zwei für € 4,10) bestehen wie üblich aus sehr dünnem durchsichtigem Teig (womit sie immer ein bisschen wie gefüllte Kondome aussehen) und einer Füllung. In diesem Fall besteht sie aus Gemüse, Kräutern und gebratenem Hühnerfleisch. Sehr geschmackvoll, und ganz leicht! Als Vorspeise reicht uns beiden zusammen eine Portion.

Das Angebot der Hauptgerichte entspricht dem, was für thailändische Küche typisch ist (wobei wir durchaus diese und jene Besonderheit übersehen haben mögen); die Preise liegen zum größten Teil zwischen sechs und dreizehn Euro.

Wir entscheiden uns für eine Nudelsuppe mit Rindfleisch und Fleischbällchen (€ 5,90) und eine mit Entenfleisch (€ 7,10), beide noch mit reichlich Bohnensprossen, Zitronengras und Koriander. Bei letzterem verziehe ich etwas den Mund, denn zuviel Koriander ist mir oft zu penetrant und zu seifig. Zu meiner Überraschung ist das hier aber nicht so, denn der Koriander schmeckt sehr frisch, eher mild und gar nicht seifig.

Die Suppen sind recht würzig, aber nicht scharf. Dazu gibt es aber das Zubehör, Sambal Oeleg, eingelegte Chilis, und zerstossene getrocknete Chilis. Damit bekommen wir leicht eine schöne Schärfe an die Suppen, die damit sehr gut werden, wirklich köstlich.

Mit einer Kanne Jasmintee kommen wir auf eben über 20 Euro für zwei Personen, recht günstig für so ein gutes leichtes Essen. Und in dieser freundlichen Atmosphäre war es ein besonderes Vergnügen.

“Viale dei Tigli” Ristorante Italiano

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Wilhelmstr. 75, 10117 Berlin

3 von 5 Punkten

Ach ja, diese Plattenbau-Häuser… das beste ist, wenn man in einem drin ist, sieht man es nicht mehr.

Man sieht dann die Einrichtung. Die im Viale dei Tigli ist, irgendwie, ich weiß nicht, nicht schlecht, aber etwas steril. So ein bißchen wie im Ausstellungsraum eines Möbelhauses.

Der Service ist in Ordnung. Freundlich, relativ zügig, angenehm.

Etwas sparsam fand ich die Bezichnungen der offenen Weine: Zum Beispiel bei den weißen “Soave”, “Chardonnay”, “Pinot Grigio”, und noch einer. Kein Jahrgang, keine Region, kein Winzer angegeben. Hm.

Der offene Chardonnay war etwas enttäuschend, flach und wenig reizvoll. Den Soave, vom Nachbarn probiert, fand ich im Prinzip besser, aber ich bin kein großer Soave-Fan. Den “Wein des Tages” oder der Woche aber, ein sizilianischer Nero d’Avola, wenn ich mich recht erinnere, mochte ich gern. Er war kräftig und ausdrucksvoll und schön für den Rest des Abends,

Das Essen fand ich gut, Spinatsalat mit Speck (bei 8 Euro) und Spaghetti alla matriciana (bei 7 Euro). Ersterer allerdings mit erstaunlich vielen erstaunlich großen Speckscheiben, zweitere auch mit eher viel Speck; anscheinend gab’s den gerade irgendwo günstig. Aber geschmeckt hat es durchaus.

Hier kann man mal hingehen. Weit fahren würde ich dafür aber nicht; so richtig die Begeisterung für dieses Lokal kam dann doch nicht auf. (Wohl allerdings für die QCN. Es hat viel Spaß gemacht!)