Renger-Patzsch Restaurant
Samstag, Mai 31st, 2008Wartburgstraße 54, 10823 Berlin
3 von 5 Punkten
Die Einrichtung ist sparsam, schlicht, wie auf den Webseiten gut zu sehen, mit den Fotos von Renger-Patzsch schön und unaufdringlich ergänzt.
Das Essen war gut, teilweise sehr gut. Die Salamis vorweg, ein paar Scheiben von drei verschiedenen Sorten, waren intensiv im Geschmack und dabei schön verschieden, die Senfsorten sehr passend dazu. Der Sauerbraten vom Schweinebäckchen bestand entsprechend aus kleinen Stücken, sehr zart und mit der braunen Soße sehr gelungen. Das Kohlgemüse dazu war nicht so spannend, die Schupfnudeln gut, so in Richtung solide.
Die Crème Brulée war überraschend tief und voluminös, ich kenne sie eher flach, so dass man mehr Kruste pro Volumen hat. Die Creme selbst war mit Vanille, was nicht ganz so mein Fall ist. Gut geschmeckt hat sie mir aber durchaus.
Von den offenen Weinen war ich etwas enttäuscht. Der Elsässer Pinot Noir, deutlich teurer als die anderen offenen Weine, war eher flach und uninteressant. Der Rioja war ordentlich, aber zum Beispiel am Abend drauf bekam ich im Chichikan einen besseren chilenischen Merlot für deutlich weniger Geld. Der Grauburgunder aus der Pfalz war genau wie erwartet und wirklich gut.
Der Service war ganz ordentlich; manchmal etwas lang abwesend, vielleicht insgesamt etwas zurückhaltend. Klar in Ordnung, aber hier hätte ich doch mehr erwartet. Und war es keine gute Idee, wenn man den Abend und den Laden abschließen will, so vielen Gästen die Gesamtrechnung auf den Tisch zu legen. Dann fangen die selbst an zu rechnen, und das dauert ganz schön lange.
Hm, nun also: Von Wein und Service war ich nicht begeistert, vom Essen teilweise. Mir schien es für den Preis nicht ganz das Erwartete zu bieten, deshalb nur drei Punkte. Als Gegensatz: Im Hamburger Cox war ich für unwesentlich mehr Geld erheblich zufriedener.
Nichtsdestoweniger war das eine tolle QCN, und es hat sehr viel Spaß gemacht!