Laika
Emser Straße 131, Berlin
4 von 5 Punkten
Hach, hätte es mal früher so eine Kneipe in Neukölln gegeben! In den Achtzigern wäre ich hier bestimmt gut heimisch geworden.
Nach dem Essen in der Villa Rixdorf (siehe dort) wurden wir ex-Neuköllner noch auf einen Absacker ins Laika geführt, um auch das mal kennenzulernen. Das habe was. Und das hatte was, Party, Party, Party! Wir bekamen nicht heraus, in was für eine ausklingende Veranstaltung wir geraten waren, es könnte irgendein Märchenthema gewesen sein.
Das Publikum, mit im Schnitt wohl Anfang zwanzig etwa halb so alt wie wir, war zum großen Teil sehr liebevoll entweder mit richtigen Kostümen oder kleinen geschickten Acessoires als Tiere oder Märchenwesen verkleidet. Sehr sehenswert, und wir hatten großen Spaß daran, zu raten, was das jeweils darstellen sollte.
Das Lokal ist mit einfachen Mitteln recht ansprechend gestaltet. Ein Bühnen- und Tanzraum, ein Kneipenraum, und ein Raum mit Kicker bieten Platz und Abwechslung. Getränke gibt es am Tresen in Selbstbedienung, Platz für Tresentrinker ist nicht vorgesehen. Ist vielleicht auch nicht so notwendig, es scheinen sich ohnehin alle irgendwie zu kennen (bis auf uns alte, natürlich).
Die Preise sind günstig, die Atmosphäre freundlich chaotisch herzlich, das Ambiente irgendwie auch. Wenn ich auch nicht zum Zielpublikum gehöre, ist dies doch ein sehr sympathisches Lokal, und es geht ganz schön los hier! Ist nun Neukölln das neue Friedrichshain?