User-generated Content
Dienstag, März 3rd, 2009Ja, das mit dem Ausnutzen ist so eine Sache bei diesen User-generated-Content-Geschichten. Da gibt es einfach sehr verschiedene Interessenlagen.
Das Unternehmen, das so eine Plattform herstellt/bereitstellt/anbietet, will und muß damit natürlich Geld verdienen. Das kann vielleicht sogar der Zweitaspekt sein, aber wenn ich mir die Geschichte und insbesondere Finanzierung mancher Plattform ansehe, ist es wohl doch der eher erste.
Die Investoren, die siebenstellig Geld für die Plattform ausgelegt haben, wollen natürlich ein Return of Investment. Das ist deren Geschäft. Das will auch erstmal reinkommen, ist es aber noch nicht ganz, wenn ich die Äußerungen der Geschäftsleitung richtig interpretiere. Dieses Jahr soll aber die Rentabilität erreicht werden. Vielleicht muß man sich dafür noch ein bißchen anstrengen. Extrem profitabel soll die Plattform schließlich werden.
Die Teilnehmer sind natürlich wichtig, weil sie den Content generieren. Gleichzeitig sind sie aber auch schwierig, denn sie stellen Ansprüche, man muß sich um sie kümmern, und wenn sie nicht genug Aufmerksamkeit oder nicht genug ihre Wünsche erfüllt bekommen, werden sie bockig. Sehen wir ja gerade.
Dann gibt es noch die Webseitenbesucher. Die wollen Informationen, also den Content, den User-generated-, und sie wollen es nützlich, übersichtlich und schön. Die bocken immerhin nicht rum, die bleiben nur weg im Zweifelsfall. Die bringen aber letzten Endes das Geld, denn deren Klickraten bezahlen die Werbekunden. Und das ist das, was das Unternehmen braucht und will, siehe oben. Sind die also am wichtigsten?
Vielleicht finden die (meisten dieser) das neue Design ja gut, das ist zumindest die Vermutung der Geschäftsleitung. Werden sie gegenüber den Teilnehmern bevorzugt? Ist das eine Ausnutzung der Teilnehmer?
Webseitenbesucher und Teilnehmer sind natürlich zum Teil auch noch identisch. Das macht die Lage nicht einfacher.