Posts Tagged ‘Friedenau’

Cosima Bar

Sonntag, Februar 8th, 2009

Brünnhildestraße 8, 12159 Berlin

4 von 5 Punkten

Vom Bundesplatz kommend bogen die – wenn auch noch fast frühen – Nachtschwärmer hinter der S-Bahn um die Ecke zum Varziner Platz, in der Erwartung, an diesem noch etwas zu finden, wo man ein letztes Bier und vielleicht einen Absacker nehmen könnte. Und sie wurden nicht enttäuscht: Freundlich und warm leuchteten ihnen die Fenster der Cosima Bar entgegen.

Die Cosima Bar zeigte sich als atmosphärisch sehr angenehm und für den Anlaß vollkommen geeignet. Eine Auswahl Bier von Faß und Spirituosen gibt es, präsentiert von einer ungewöhnlich netten Bardame. Diese, eher schon von gestandenem Format als ein junges Hübschchen, bedauerte es sehr, noch die letzte Bahn nehmen zu müssen (ihr Auto hatte keine Winterreifen), beteuerte aber, bei besseren Straßenverhältnissen durchaus länger geöffnet zu haben. Den Nachtschwärmern war’s recht, denn so schwärmten sie früher nach Hause, als es sonst zu befürchten gewesen wäre.

Möglicherweise, ich bin mir nicht sicher, ist dies dasselbe Lokal, das früher mal unter vollkommen anderer Bewirtschaftung einem in der Nähe Wohnhaften wenn nicht Wohnzimmer, so doch “Hobbyraum” war. Bei der Cosima Bar könnte einem das jedenfalls auch passieren.

Rot und Weiß

Samstag, April 5th, 2008

Peschkestr. 1, 12161 Berlin

4 von 5 Punkten

Im November 2007 schrieb ich

“Kleiner, netter, sehr persönlicher Ableger von Autos und Weine; kompetentes Personal, auch die Studenten, die dort arbeiten, sind wirklich schnuckelig und haben in kurzer Zeit unglaubliche Kompetenz erworben. Viele durchaus bezahlbare Qualitäten. Man kann einfach hingehen und sagen “ich hätte gern einen Wein zum Kassler”, und es funktioniert. Hier arbeiten Leute, die ihre Weine auch durch die verschiedenen Jahrgänge kennen.

Ein kleiner Laden mit begrenzter Auswahl, aber wer nicht gerade ein Angebergesöff für 100 Euro sucht, geht hier zufrieden raus.

(Sagt Andreas. Ich kenne den Laden nicht selbst.)”

Inzwischen war ich selbst mal da und beeindruckt von der sehr kundigen Beratung bei französischen Weinen. Hier werde ich sicher öfter herkommen, zumal der Laden für mich sehr günstig nahe dem Walter-Schreiber-Platz liegt.

Vinos y Tapas – Spanische Weine

Samstag, April 5th, 2008

Rheinstraße 60, 12159 Berlin

4 von 5 Punkten

Seit mehreren Jahren komme ich immer wieder hierher, wenn ich spanische Weine suche. Das Angebot ist nicht riesig, aber anscheinend gut sortiert, und es gibt recht kundige Beratung. Hauptattraktion sind für mich immer wieder die sehr schönen Rotweine von Capçanes, aber es gibt auch viele andere hier, und das zu relativ günstigen Preisen.

Der Laden gehört zu “Vinos y Tapas”, deren wohl etwas größeres Stammgeschäft in der Drakestraße liegt, aber da komme ich nie vorbei. An diesem Laden in der Rheinstraße schätze ich die Nähe zur Friedenauer Weinhandlung und zu “Rot und Weiß” – deutsche und französische Weine, die ich hier nicht bekomme, gibt es dort.

Edo Sushi

Samstag, Januar 12th, 2008

Rheinstraße 32, 12161 Berlin

4 von 5 Punkten

Während eines erfolgreichen, aber anstrengenden Einkaufsfeldzugs brauchte ich nach einem Besuch bei Vinh Loi dringend eine Pause und eine Stärkung. Die Gelegenheit fand ich angenehmerweise gleich gegenüber bei Edo Sushi.

Mir gefiel schon von außen, daß dieses kleine Restaurant einen sehr offenen und übersichtlichen Eindruck macht. Die Gestaltung ist klar und unaufdringlich. Am Ende einer Reihe von Zweiertischen, wo einer ein Dreier ist, fand ich auch mit meinen Taschen und Beuteln einen guten Platz.

Voll war es ohnehin nicht am Samstagnachmittag, aber zu meiner Freude Happy Hour! Die geht Montag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr, und es gibt dann zwei Teile Sushi zum Preis von einem. Die Preise liegen – nur als Beispiel – bei den meisten Nigiri bei 2 € und 2,50 €, bei den Nori-Maki mit Ausnahme von Aal (5 €) zwischen 2,50 € und 3,50 € für sechs Stück.

Ich bestellte vier Nigiri (Lachs, Thunfisch, Makrele, Tintenfisch) und bekam entsprechend von jedem zwei. Sie schmeckten mir ausgezeichnet, frisch und aromatisch. Sojasoße, Wasabi und Gari (Ingwer) gab es ganz selbstverständlich dazu.

Die Bedienung, anscheinend gleichzeitig der Koch, brauchte wegen der anderen Gäste etwas länger, entschuldigte sich dann aber zu meiner Überraschung mit zwei weiteren Lachs-Nigiri. Insgesamt fühlte ich mich ausgesprochen freundlich und gut bedient. Zusammen mit einer Kanne grünem Tee bezahlte ich 11 €.

Das war sehr gut! Da das Edo Sushi außerdem noch im Bereich meiner üblichen Routen liegt, werde ich mit Sicherheit wieder herkommen.

Vinh-Loi Asien-Supermarkt

Montag, Januar 8th, 2007

Rheinstr. 45, 12161 Berlin

4 von 5 Punkten

Dieser Laden ist auch so eine Zeitsenke… Naja, einmal, glaube ich, habe ich es auch schon geschafft, ganz schnell wieder draußen zu sein: Ich wußte genau, was ich wollte, bin schnell rein, griff das benötigte, ab zur Kasse, zahlen, und wieder raus.

Aber so macht das ja keinen Spaß, eigentlich. Dieser Laden ist so vielfältig, daß es viel schöner ist, Stunden mit Stöbern zuzubringen.

Hauptsächlich gibt es hier asiatische Lebensmittel, natürlich. Vermutlich so ungefähr alles, der Laden ist schließlich auch so groß wie halb Asien. Außer den abgepackten Sachen gibt es auch Obst und Gemüse frisch (erst später habe ich gelernt, daß man Puk Choi auch bei den deutschen Händlern als Mangold bekommt), und Tiefgefrorenes, zum Beispiel Fisch und eine bemerkenswert große Auswahl Dim Sums. Manches Restaurant kauft hier auch ein; vermutlich sind dafür die großen Säcke Reis und nicht für unsereiner.

Außer den Lebensmitteln (von denen ich noch lange schwärmen könnte) gibt es auch die notwendige Hardware, also zum Beispiel Woks, Eßstäbchen (besonders schöne, aber auch die praktischen, weil spitzen und etwas rauhen, schlichten Einwegstäbchen, die aber zum Wegwerfen viel zu schade sind), die tollen rechteckigen chinesischen Kochmesser, elektrische Reiskocher (leider nicht ganz umsonst), und vieles mehr.

Einkaufen kann man hier prima. Aber auch einfach nur stöbern, das macht unglaublich Spaß.

Bio Company Friedenau

Donnerstag, Dezember 21st, 2006

Bundesallee 88, 12161 Berlin

4 von 5 Punkten

Einer der großen Läden der in Berlin recht verbreiteten Bio-Company-Kette, mit viel Platz und viel Auswahl.

Straßenbahn

Donnerstag, Dezember 21st, 2006

Laubacher Str. 29, Berlin

4 von 5 Punkten

In der Straßenbahn hat sich nicht viel geändert in den fast 30 Jahren ihres Bestehens – jedenfalls nicht in den knapp 20 Jahren, die ich das Lokal kenne. Warum auch? Es gefällt den Gästen ja, und die waren auch alle von Anfang an dabei, zumindest hat es fast den Anschein.

Die Straßenbahn hat Atmosphäre. Daß sie nach wie vor von einem Kollektiv bewirtschaftet wird, daß aushängt, welchen Projekten die Trinkgelder in letzter Zeit zugute gekommen sind, daß die Gäste zwar durchaus höflich, aber alles andere als unterwürfig behandelt werden, gehört dazu. Gleichzeitig ist es so sehr altes West-Berlin, wie es sich nur an wenigen Orten erhalten hat.

Es gibt die für eine Kneipe im wesentlichen übliche Getränkeauswahl mit ein paar netten Akzenten (Rhabarbersaft!); die Speisenauswahl ist typisch für die Mischform Kneipenrestaurant. Auf der Tageskarte gibt es einige warme Speisen, das sonstige Angebot ist nicht groß und durch eine Auswahl belegter Fladenbrote geprägt – alles sehr preisgünstig und durchaus gut.

Es gibt einen Nichtraucherraum, der sogar relativ gut vom Rest getrennt ist. Da sitze ich selbst gerne und stehe hin und wieder auf, um am Tresen eine Zigarette zu rauchen.

Glühwurm II

Samstag, Dezember 16th, 2006

Handjerystr. 77, Berlin

3 von 5 Punkten

Den Glühwurm – diesen Glühwurm, den anderen kenne ich nicht – finde ich zwiespältig. Einerseits ist es dort ganz nett, sympathisches Personal, gutes zu essen und zu trinken, andererseits ist es oft so voll und laut, daß es anstrengend wird. Dann ist meist auch der Service so überlastet, daß einem zwischen den Getränken die Dehydrierung droht.

Die Speisenauswahl ist, wie das ganze Lokal, stark schwäbisch geprägt. Maultaschen gibt es in diversen Variationen, meine Empfehlung: die “Spinatwachtel” mit Ei und Spinat. Deftige Fleischgerichte sind gut vertreten. Manchen ist das Essen insgesamt zu schwer, aber das schreckt mich meist nicht.

Bei den Weinen herrschen die Schwaben ebenfalls vor, aber es gibt auch eine kleine Auswahl des üblichen internationalen Spektrums. Mehrere Biere gibt es vom Faß, darunter ein Hefeweizen.

Im Sommer ist der Garten sehr schön und, da am Renée-Sintenis-Platz gelegen, recht ruhig.

Friedenauer Weinhandlung

Freitag, Dezember 15th, 2006

Hauptstraße 80, 12159 Berlin

4 von 5 Punkten

Hier kam ich her, um mehr Auswahl an französischen Weinen zu haben als bei meinen bisher besuchten Weinläden, und die bekam ich. Auf meine vagen Wünsche hin bekam ich Empfehlungen, die genau paßten – sehr gut, die Beratung, und nett dazu. Nur allzu oft darf ich nicht hingehen, denn ich möchte jedes Mal den halben Laden mitnehmen…