Posts Tagged ‘vietnamesisch’

3 Moms

Donnerstag, Januar 15th, 2009

Hornstr. 1, 10965 Berlin

5 von 5 Punkten

3 Moms, ja. War für mich ein bißchen pechbehaftet. Mit so viel Vorfreude da hin, und extra Fotoapparat mitgenommen und fotografiert, und nachher zu Hause fiel mir gar nichts mehr ein, wie ich einen Artikel darüber schreiben sollte. Die Fotos alle nichts geworden. Alle irgendwie doof oder langweilig. Und ein Aufhänger für den Text fiel mir auch nicht ein, so gar nicht.

Dabei wollte ich doch so gerne so ein großes Lob schreiben, über das wirklich tolle Essen, den dezent stilvoll eingerichten Raum, die umwerfend freundliche und charmante junge Kellnerin, die trotz des Gruppenansturms die Nerven behalten hat und alles irgendwie geschafft hat, sogar, als der gegrillte Schweinebauch knapp wurde, genug Leute zu überreden, etwas anderes zu nehmen.

Auch ich war darunter, und nahm stattdessen zwei weitere Vorspeisen. Besonders herausragend davon die eine, in dünnen Scheiben gebratenes mariniertes Rindfleisch, mit knusprigem Zeugs drüber, auf einem bunten Salat, der richtig Geschmack hat. Ganz groß, ganz wunderbar, ein Essen das glücklich macht. Und das noch für kaum Geld.

Wein war recht gut und auch sehr günstig, 3 € für 0,2 l, glaube ich.

Auch ich knie nieder.

Mr. Hai Life

Donnerstag, Januar 11th, 2007

Albrechtstraße 131, 12165 Berlin

4 von 5 Punkten

Grundsätzlich fehlen mir noch Restaurants, in denen ich richtig gerne esse und die für mich günstig gelegen sind. Deshalb war ich gleich neugierig, als ein Kollege das Mr. Hai Life am Hermann-Ehlers-Platz (Rathaus Steglitz) für das turnusmäßige Arbeitsgruppenessen vorschlug.

Mit Reservierung hatten wir am Mittag kein Problem, einen Tisch für 10 Personen zu bekommen. Das Lokal war ansonsten durchaus besucht, aber nicht voll.

Die Einrichtung ist sehr modern urban schick, typisch Anfang 21. Jahrhundert, nicht das, was man “urgemütlich” nennen würde, aber durchaus mit Geschmack. Der Eingangsbereich wird von der Sushi-Bar dominiert; weiter hinten gibt es Tische für vielleicht 50 Personen. Die Küche, durch eine Glaswand abgetrennt, schließt den Raum nach hinten ab.

Etwas verspielt fand ich die Leuchtbänder an den Wänden, die die ganze Zeit sanft die Farben wechseln. Die Musik war mir einen Hauch zu laut, zwar noch nicht störend, aber lieber hätte ich sie leiser gehabt.

Sushi gibt es natürlich; die Speisekarte führt sowohl die Klassiker auf als auch eigene Kreationen. Dazu gibt es eine gute Auswahl sonstiger asiatischer Speisen. So recht einordnen kann ich die Gerichte nicht – die Küche scheint mir nicht typisch für eine Region zu sein, sondern eher “allgemein asiatisch”. Aber das können andere vielleicht besser beurteilen.

Zunächst nahmen wir einen Cocktail – alkoholfrei und sehr zu empfehlen der “Asian Cooler” mit Ginger Ale, Rohrzucker, Limetten, Minze und Eis (5 €).

Da ich dieses Lokal gründlicher kennenlernen möchte, fing ich mit dem Essen ganz unten an und nahm ein Mittagsmenü aus einer Suppe, einer Vorspeise, einem Fleischgericht und Reis (8 €); zum gleichen Preis gab es auch ein vegetarisches Menü. Die Kollegen wählten verschiedenes von der Karte, darunter Sushi, Ente, und ein Gericht mit einem optisch sehr eindrucksvoll gestalteten gebratenen Fisch. Die Preise der Hauptgerichte gehen bis 13,50 €; die Preise für Sushi seien im mittleren Bereich, hieß es.

Zu meiner Freude schmeckte mir das Menü ganz ausgezeichnet. Es war sehr aromatisch, das Gemüse auf den Punkt gegart, das Rindfleisch zart und mit viel Geschmack; die Menge war gut ausreichend zum Sattwerden. Auch die Kollegen waren mit ihrem Essen sehr zufrieden, denn das Essen sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch dementsprechend.

Hier komme ich wieder her, auch wenn die Einrichtung meinen eher konservativen Geschmack nicht ganz so anspricht. Eine schöne Entdeckung!